Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere
1575 – Antwerpen – 1632
Der Figurenmaler, Hendrick van Balen, wäre nach Angaben von Karel van Mander der Schüler von van Noort gewesen. 1593 wurde er als Freimeister in die Lukasgilde von Antwerpen aufgenommen und setzte seine Ausbildung in Italien fort. Nach Rückkehr in seine Heimatstadt im Jahre 1602 baute er dort eine besonders florierende Werkstatt auf, in der er im Laufe der Jahre über 26 Lehrlinge ausbildete und beschäftigte, zu ihnen gehörten auch van Dyck und Snyders. 1609 wurde er Dekan der Lukasgilde.
Van Balen malte neben mythologischen, religiösen und allegorischen Bildthemen, auch Altarblätter und Porträts. Die Feinheit seines Stils, die mit dem Manierismus von Rottenhammer zu vergleichen wäre, zeugt von einer betonten Ausführungssorgfalt, sicherer Strichführung und Frische der Farben. Häufig arbeitete er mit seinen Antwerpener Freunden zusammen, wie Joos Momper, Frans Snyders, Jan Brueghel d.Ä., Gaspar de Witte und Jan Brueghel d.J. in deren Landschaftsdarstellungen er seine eleganten und graziösen Figurenstaffagen einfügte.
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