
Bild - 63 x 96,5 cmStillleben, Gemälde XVIIe
Provenienz :
Privatsammlung, Maison-Lafitte, 1969;
Privatsammlung
Literatur : E. Greindl, Les peintres flamands de nature morte au XVIIe siècle, Bruxelles, 1983, p. 337, n°62
Ausstellungen : Rencontre de maîtres, Galerie De Jonckheere, 1989
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1580 – Antwerpen – 1623
Osias Beert gehörte zu den gravierendsten Begründern des Flämischen Stilllebens des XVII. Jahrhunderts geriet aber für lange Zeit in Vergessenheit. Sein Werk wurde erst...
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Osias Beert gehörte zu den gravierendsten Begründern des Flämischen Stilllebens des XVII. Jahrhunderts geriet aber für lange Zeit in Vergessenheit. Sein Werk wurde erst 1938, als diese Genremalerei grosse Beliebheit unter Liebhabern und Sammlern wiederfand, neu entdeckt.
Quellen gemäss wurde er seit 1596 Schüler des Malers Andries van Baseroo und 1602 wurde er zum Meister ernannt. Am 8. Januar 1606 heiratete er Margarita Ykens, Tante des Malers Frans Ykens. Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, Tobias Beert, der am 14. April 1622 getauft und ebenfalls Stillleben Maler wurde.
Osias Beert war von 1615 bis 1623 Mitglied der bekannten De Olijftak Zunft und wie es in jener Zeit üblich war, gleichzeitig Korkhändler.
Nicht nur sein Sohn sondern weitere fünf Schüler werden ihm heute zugeschrieben :
Fr. van der Borcht (1610), P. Doens (1611), sein Neffe Frans Ykens (1715), P. Pontius, bekannter Graveur (1616) und J. Willemsen (1618)
Osias Beert legte grossen Wert auf harmonische Kompositionen und gewissenhafte Beachtung der Einzelheiten, wo sehr genaue aber getrennt lesbare Formenanordnungen mit gleichzeitiger Übereinanderstafflung von Lebensmitteln, Geschirr und kostbaren Bibelots auf einer sich neigenden Fläche, perspektivisch verteilt sind. Diese, noch ganz der Flämischen Maltradition entsprechende archaische und frontale Anordnung geprägt durch sorgfältige und virtuose Wirklichkeitstreue auf abstraktem und dunklem Hintergrund auf dem sich leuchtende Farben abheben, machte Osias Beert ganz eindeutig zum federführenden Maler der ersten Flämischen Malergeneration der « Banketjes ».