Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere


Provenienz :
Privatsammlung
1578 – Antwerpen – nach 1656
Pieter Neefs war Maler von architektonischen Bauten und vermutlich Schüler von Herman Steenwijck. 1609 wurde er in der Antwerpener St. Lukasgilde aufgenommen und heiratete 1612 Maria Lauterbeens. Er übernahm die Ausbildung seiner Söhne Pieter II und Mauwery de Cates. Aufgrund seines Talents wurde er von zahlreichen Malern, wie Sebastian Vranckx, Frans Francken II oder David Teniers zur Mitarbeit herangezogen.
Das Kircheninterieur, unabhängig von seinem plastischen Wert, wurde ein privilegierter Hintergrund für ein sich bis in das Unendliche verbreitendes und reflektierendes Lichtstrahlenspiel innerhalb einer komplexen und streng logischen Architektur. Pieter Neefs verstand es, durch nuancierte Kontraste in Brauntönen auf der ersten Ebene und zarten bläulichen Tönen auf den Hintergrundebenen, ein Gefühl der Tiefe zu schaffen. Kirchen werden mit zahlreichen, gegen Säulen oder in Seitenschiffe gestellten Altären mit herrlichen Altarbildern, ausgestattet. Die Virtuosität des Malers bezeugt seine genaue Kenntnis der Stimmungseffekte oder der schlanken Eleganz der Säulen sowie der Licht- und Schattenspiele und erfasst dadurch mit erstaunlicher Kunst die Atmosphäre einer gotischen Kathedrale.
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