Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere
1564 München – Augsburg 1625
Hans Rottenhammer absolvierte seine Malerlehre bei Hans Donauer in München. Dank der Hilfe des Herzogs Wilhelm V. von Bayern begab er sich 1589 nach Rom wo er mit Paul Bril und dem Samtbrueghel Jan Brueghel zusammen arbeitete und unter ihrem starken Einfluss stand.
Bald gewann er Anerkennung durch seine auf Kupfer gemalten historischen und mythologischen Motive kleinen Formats. Anschließend begab er sich nach Venedig wo er Tintoretto in der Scuola di San Marco und die Werke von Paolo Veronese studierte. Der Herzog von Mantua beauftragte ihn mit wichtigen Werken. Von 1596 bis 1606 hielt er sich in Venedig auf wo Adam Elsheimer in seiner Werkstatt arbeitete. 1606 kehrte er nach Deutschland zurück um sich in Augsburg niederzulassen, wo er 1607 die Bürgerschaft der Stadt und seinen Meister im Jahr 1607 erhielt.
Von 1609 bis 1613 arbeitete er in Bückeburg, kehrte aber zurück nach Augsburg wo er, Dank seines Gönners dem Kaiser Rudolf II wichtige Aufträge für dekorative Themen sowie Altarbilder erhielt.
Seine Kompositionen wurden schnell berühmt durch die von Ergidius Sadeleer und Lucas Kilian ausgeführten Kupferstiche seiner Bilder. In seinen Werken sind Venezianische Kompositionsmodelle mit Elementen der Niederländischen Malerei, die von großer Technik und Landschaftsbeschreibung zeugen, vereint.
Seine Werke zeugen durch ihre Reichhaltigkeit der Einzelheiten, die Genauigkeit und Sorgfalt der emaillierten Ausführung und den ehrfurchtsvollen Zugang zum Motiv von einer äußerst recherchierten Malkunst.
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