Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere
1612 – Antwerpen – 1661
David Ryckaert III wurde als Großneffe des berühmten Landschaftsmalers Martin Ryckaert und späterer Schwager von Gonzales Coques 1612 in Antwerpen in ein Milieu geboren, das für die Entwicklung seiner Talente entschieden günstig war. Seine Ausbildung erhielt er im Atelier seines Vaters bevor er 1636/1637 zum Meister wurde. Er spezialisierte sich in der Genremalerei und erfuhr einen bemerkenswerten Aufstieg : 1647, dem Jahr seiner Heirat mit Jacqueline Pallemans, wurde er Mitglied der Rederijkerskamer (Redekammer) De Violieren. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor, darunter David IV, der seinerseits in die Fußstapfen seines Vaters trat. 1651 wurde er zum Obermeister der Lukasgilde und J.B. Descamps zufolge erhielt er zudem den Titel des Akademiedirektors. Erzherzog Leopold Wilhelm, Statthalter der Niederlande und berühmter Mäzen, protegierte ihn und erwarb mehrfach Gemälde von ihm.
Er entwickelte eine klare Vorliebe für Wirtshausszenen und elegante Gesellschaften, malte einige Gardekorps, Plünderszenen und Alchimistenzimmer. Die meisten seiner Bilder sind signiert, so dass die Entwicklung seines Stils von 1637 bis 1661 Schritt für Schritt nachvollzogen werden kann. Zu Beginn von Adriaen Brouwer beeinflusst näherte er sich anschließend David Teniers an, behielt jedoch während seiner gesamten Karriere einen leicht erkennbaren Stil bei, dessen Ausführung zugleich lebhaft, strahlend und transparent ist. Insbesondere die Köpfe seiner Figuren mit gewölbter, hervorstehender Stirn, sind äußerst wiedererkennbar und gelten somit quasi als Kryptosignatur. Zu seinen Schülern zählten, abgesehen von seinem Sohn, unter anderem Erasmus de Bie und Pieter van Bredael.
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