Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere

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Frans Snyders

1579 – Antwerpen – 1657

 

Frans Snyders wurde 1579 in Antwerpen geboren und trat 1593 als Lehrling in die Werkstatt seines Vaters, Pieter Brueghel II, und anschliessend in die Werkstatt von Hendrick van Balen ein, bevor er 1602 Meister der St. Lukasgilde in Antwerpen wurde. Zwischen 1602 und 1609 unternahm er eine Reise nach Italien, zunächst nach Rom, dann nach Mailand, wo er vom Kardinal Borromeo, an den ihn Jan Brueghel I brieflich empfohlen hatte, empfangen wurde.

 

Er heiratete 1611 Margarete de Vos, Schwester des Malers Corneille und Paul. 1618 wurde er Mitglied der Romanistischen Gesellschaft von Antwerpen und 1619 ihr Dekan. Nach seiner Rückkehr 1609 aus Italien beschloss er sich dem Stillleben zu widmen. Sein, Ruhm und Erfolg waren so rasant und ging weit über die Grenzen seines Landes, sodass er bald nicht nur Aufträge von Philipp IV. von Spanien für die „Torre de la PARADA“ erhielt, sosndern auch von Leopold Wilhelm. Sein Beitrag zur Entwicklung des Stilllebens erwies sich als ausschlaggebend.

 

Gegen 1610, und unter dem Einfluss von Rubens, der auch sein Freund wurde und mit dem er zwischen 1611 und 1619 zusammen arbeitete, beteiligte er sich, dank seiner Italienischen Erfahrungen, an einer grundlegenden Erneuerung der von P. Aertsen und J. Beuckelaer eingeführten Kunstformen. Er setzte einen neuen, bis dahin unbekannt stark dekorativen Kompositionsstil durch. Mit einer ruhigen und regelmässigen Aufgliederung, und geometrisch einfachen aber gut strukturierten Schemen, versuchte er die üppig angeordneten Massen harmonisch zu vereinen. Seine Bilder, oft von winzigem Format, zeugen von einer strengen und genauen Ausführung und sind häufig nur für Liebhaber bestimmt. Sie tendieren zu einem fast illusionistischen, von rauminhaltlicher Kraft erfüllten Realismus der auf eine selten in der Malerei erreichten Vitalität deutet.

 

Dieser Maler, der einer der brillantesten Flämischen Koloristen des XVII. Jahrhunderts war, hatte wenige direkte Nachfolger aber beeinflusste seine Zeitgenossen wie auch die ganze Französische Malerei des XVIII. Jahrhunderts.

 

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