1610 Antwerpen - Brüssel 1690
David Teniers zählt zusammen mit Adriaen Brouwer zu den größten flämischen Genremalern des 17. Jahrhunderts. Seine Dorfszenen dienten den Tapisserien des 17. und 18. Jahrhunderts als Vorbild. 1645 wurde er Obermeister der Lukasgilde von Antwerpen. 1651 zog er nach Brüssel, wo er von Erzherzog Leopold Wilhelm zum Hofmaler und Verwalter seiner Kollektion ernannt wurde. Seine ersten Genrebilder weisen den Einfluss von Adriaen Brouwer auf und in seinen Anfängen malte er Landschaften in der Art von Jan Brueghel und Paul Bril. Mit der Zeit eignete er sich einen persönlichen Stil an, der helle Töne mit warmen Farben verbindet. Seine Themen wurden vielseitiger und er kreierte, abgesehen von rustikalen Szenen, Bilder, in denen Zauberer Hexen, Ärzte und Alchimisten vorkamen. Die Personen weichen manchmal Affen oder kostümierten Katzen. Teniers ließ sich weiterhin von religiösen, mythologischen und literarischen Themen inspirieren : Er malte Allegorien und zeitgenössiche Ereignisse sowie Porträts. Was die Genreszenen betrifft, erweiterte Teniers deutlich das Repertoire Brouwers, indem er zahlreiche Kirmessen und andere Volksvergnügungen malte. Und es sind Bilder wie « Dorffest» im Madrider Prado, « Trinker am Tisch » im Louvre oder « Die Tabagie » im Musée du Petit Palais die die Kunst dieses großen Malers auf ihrem Höhepunkt zeigen.